Frettchen sind keine Käfigtiere und benötigen neben einer artgerechten "Behausung" täglich mehrere Stunden Auslauf. Die im Handel üblichen Nagerkäfige entsprechen gerade mal den Richtlinien für Zwergkaninchenhaltung! Sie sind für Frettchen absolut ungeeignet. Eine artgerechte Unterkunft (Gehege) sollte über mindestens 2 Etagen verfügen, sodaß Futter, Toilette und Schlafplatz nicht unmittelbar nebeneinander liegen. Da man jedoch im Handel keine fertigen "Frettchenkäfige" kaufen kann, empfiehlt sich hier nur "Marke Eigenbau" oder die entsprechende Umgestaltung einer Vogelvoliere. Keinesfalls sollten Holzspäne, Streu, sowie Heu o.ä. als Einlage verwendet werden, da diese zusammen mit dem Futter aufgenommen werden und zu tödlichem Darmverschluß führen. Besser und dazu noch preiswerter sind kuschelige Tücher oder alte Bettlaken die regelmäßig gewaschen werden. Eine gefaltete, alte Decke, an allen vier Ende mit einer Befestigung, wie z.B. ein durchgezogenes Gummiband versehen, ergibt eine heißgeliebte "Hängematte". Man verknotet sie entweder am obersten Gehegegitter, oder hängt sie in 4 kleine Schraubhaken ein. Ihr Frettchen wird diese Hängematte lieben. Eine handelsübliche (Katzen) Toilette darf im "Frettchenhaus" nicht fehlen. Für den Aufenthalt auf dem Balkon, sollte dieser unbedingt gesichert werden. Sie glauben nicht, wie Frettchen klettern können und Ideen haben. Vorsicht bei Hitze! Frettchen erleiden bei Temperaturen ab ca. 30°C einen Hitzschlag. Also direkte Sonne unbedingt vermeiden. Die im Winter draußen gehaltenen Tiere brauchen auf jeden Fall eine wetterfeste, warm mit Decken gepolsterte Schlafkiste.

 

Gefahren:

 

Gefahrenquellen für Frettchen sind offene, ggf. gekippte Fenster, offene Toilettendeckel, Blumenvasen, offene Waschmaschinen (vor Gebrauch unbedingt kontrollieren, da Frettchen bevorzugt darin schlafen). Brennende Kerzen, Putzmittel, Schwämme, Ölofen, Herde, Aschenbecher etc. sollten Sie zwingend außer Reichweite bringen.